Ad Astra:
Die Alchemie des grafischen Drucks

Der Titel Ad Astra (Zu den Sternen) ist Programm und Paradoxon zugleich. Diese Serie, die erstmals im Sommer 2024 in der Design Festa Gallery in Tokyo präsentiert wurde, setzt sich mit dem menschlichen Streben nach dem Unerreichbaren auseinander. Eine zweifarbige Risografie, die durch ihre bewusste Reduktion und haptische Veredelung eine Brücke zwischen grafischer Serie und musealem Einzelstück schlägt.

Das Konzept:
Serie versus Einzelstück

Die Basis bildet ein minimalistisches Spiel aus roten und blauen Outlines. Die Risografie, bekannt für ihren charmanten Versatz und die lebendige Farbtiefe, dient hier als Medium für das Motiv einer Person im Raumanzug – das ultimative Symbol für Einsamkeit und Entdeckergeist. Doch der eigentliche Fokus liegt auf der Barriere: dem Visier.

Die Veredelung: In einer Auflage von 100 Exemplaren wurde jedes Blatt einzeln von Hand bearbeitet. Das Visier des Raumhelms ist mit Blattkupfer belegt. Dieses metallische Element bricht mit der matten Ästhetik der Riso-Farben und reflektiert die Umgebung des Betrachters.

Die Metapher

Während der Körper im Raumanzug in der grafischen Fläche verharrt, wird das Visier – der Punkt der Wahrnehmung – durch das Kupfer zu einem physischen, glänzenden Unikat.

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